FS Arzneimittelindustrie e.V.

Dr. Holger Diener - Geschäftsführer
Daniela von Arnim - Assistentin

Grolmanstr. 44-45
10623 Berlin

d.arnim@fsa-pharma.de
Tel.: 030 88728-1700
Fax: 030 88728-1705

Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V.

News

Fachgesellschaftsdialog vom 31.01.2017

54 Pharmaunternehmen, die 75 Prozent des deutschen Marktes für verschreibungspflichtige Medikamente abdecken, veröffentlichten für 2015 ihre Leistungen an Ärztinnen und Ärzte, Fachkreisangehörige, medizinische Organisationen und Einrichtungen. Insgesamt zahlten die Unternehmen ca. 575 Millionen Euro, davon 119 Millionen Euro an Ärzte und andere Angehörige der Heilberufe für Vorträge und Fortbildungen, 90 Millionen Euro an medizinische Organisationen und Einrichtungen für das Sponsoring von Veranstaltungen, Spenden und Stiftungen und 366 Millionen Euro an Ärzte, andere Fachkreisangehörige, medizinische Organisationen und Einrichtungen für die Durchführung von klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen.

Resümee zur ersten Transparenz-Veröffentlichung und Dank an Ärztinnen und Ärzte

Mit der Umsetzung der Transparenzinitiative, zu der sich die Mitgliedsunternehmen des Vereins „Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie“ (FSA) und des vfa freiwillig verpflichtet haben, startete im Sommer 2016 ein Prozess, der im Interesse von Patienten, Ärzten, Öffentlichkeit und Industrie wirkt. Erstmals legte der FSA den Gesamtumfang aller Leistungen seiner Mitglieder an Ärzte offen. Jedes einzelne Mitgliedsunternehmen hat zudem auch seine individuellen Leistungen umfassend im Internet veröffentlicht. Möglich wurde dieser Schritt in Richtung mehr Transparenz erst durch die Mitwirkung von vielen Ärztinnen und Ärzten.

Mehr

Pressekonferenz der AWMF beim Berliner Forum

Um Arzneimittel oder Medizinprodukte zu entwickeln, ist eine enge fachliche Zusammenarbeit zwischen den forschenden Pharmaunternehmen und der Ärzteschaft unumgänglich. Daher nahm Dr. Holger Diener am Austausch bei der Pressekonferenz der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.) anlässlich des Berliner Forums am 8.12.2016 gerne teil und diskutierte mit den Teilnehmern.

Sowohl der FSA als auch der AWMF fördern die gemeinsame Zusammenarbeit. Dabei begrüßt der AWMF den Transparenzkodex der Pharmaindustrie besonders. Wichtig ist es, hier im ständigen Dialog zu bleiben und gemeinsam verbindliche Regeln zum Wohle aller Patienten zu erarbeiten.

Zum Thema „Interessen, Interessenkonflikte und Transparenz“ diskutierten Vertreter unterschiedlicher Branchen und Verbände. Im Fokus stand dabei die Frage, „Wie kann man diese Zusammenarbeit so gestalten, dass transparent wird, welche finanziellen Zuwendungen an wen und aus welchem Grund erfolgen“ – so Prof. Dr. med Rolf Kreienberg, Präsident der AWMF.

FSA Jahresbilanz 2016

Zur jährlichen Mitgliederversammlung in Berlin zog Peter Solberg, Vorstandsvorsitzenderdes FSA, eine positive Bilanz der erfolgreichen Arbeit in 2016, vor allem bei der Umsetzung des Transparenzkodex. „Eine Herausforderung, die unsere Mitgliedsunternehmen mit Gewissenhaftigkeit und Erfolg gemeistert haben, wie die Veröffentlichungen im Juni 2016 gezeigt haben“, erklärte Solberg, der in diesem Zusammenhang die Vorreiterrolle der pharmazeutischen Industrie in diesem Bereich betonte und sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement bedankte. „2016 war ein spannendes und ein schwieriges Jahr, aber wir haben es im Sinne der Transparenz erfolgreich gemeistert. Ich möchte mich besonders bei den Ärzten bedanken, die der Veröffentlichung ihrer Daten zugestimmt haben. Es ist unser erklärtes Ziel, dass 2017 noch mehr Ärzte diesem Beispiel folgen und ihre Zustimmung zur Veröffentlichung geben.“

FSA-Geschäftsführer Dr. Holger Diener kommentiert dazu: „Mit der Umsetzung des Transparenzkodex hat der FSA innerhalb der deutschen Wirtschaft neue Impulse gesetzt. In keiner anderen Branche gibt es eine Verpflichtung dieser Art. Damit haben wir auch dieses Jahr konsequent unser Ziel verfolgt, durch Transparenz Vertrauen zu schaffen und Misstrauen zu bekämpfen. So konnten wir einen weiteren Schritt in Richtung Nachvollziehbarkeit der notwendigen Kooperationen zwischen Industrie und Fachkreisangehörigen vollziehen. Diesen Prozess werden wir auch in den kommenden Jahren konsequent fortführen.“

Transparenz bei Löhnen

Die Bundesregierung will den Unternehmen größere Transparenz bei der Bezahlung ihrer Beschäftigten verordnen, um den Lohnabstand von Frauen zu verringern. „Das ist ein ganz wichtiges Gesetz für die Schließung der Lohnlücke“, sagte Familienministerin Manuela Schwesig (SPD). Nach über einem Jahr Streit passierte der Gesetzentwurf das Kabinett. Schwesig setzt auf eine Verabschiedung im Bundestag noch vor der Wahl im Herbst. Etwa 14 Millionen Beschäftigte in den Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern erhalten ein Auskunftsrecht, was eine vergleichbare Gruppe des anderen Geschlechts verdient. Die Arbeitgeber halten das Vorhaben für überflüssig. Gewerkschaften und der Linkspartei gehen die Vorschläge dagegen nicht weit genug.


Quelle: Wirtschaftswoche Online, 11.01.2017

Der FSA

Umfassende Informationen über die „Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e. V.“ (FSA) finden Sie unter

www.fsa-pharma.de.

Aktuelle Nachrichten des FSA per  oder  erhalten
oder folgen Sie uns auf .

Transparenz-Newsletter Ausgabe 6

mehr

Resümee zur ersten Transparenz-Veröffentlichung

mehr

FSA-Stellungnahme zur Medienberichterstattung von Spiegel Online und Correctiv.org 

mehr

21.06.2017: Transparenzkodex: Das zweite Jahr

mehr

19.05.2017: Kooperation zwischen Pharmaindustrie und wissenschaftlicher Medizin ist unverzichtbar.

mehr

Pressekontakt

wbpr_ Kommunikation
Christiane Hannsmann
Telefon: 089/99 59 06-25
christiane.hannsmann@wbpr.de