FS Arzneimittelindustrie e.V.

Dr. Holger Diener - Geschäftsführer
Daniela von Arnim - Assistentin

Grolmanstr. 44-45
10623 Berlin

d.arnim@fsa-pharma.de
Tel.: 030 88728-1700
Fax: 030 88728-1705

Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V.

Interview

Der FSA im Gespräch mit ...

…Professor Dr. Hans-Christoph Diener, renommierter Neurologe aus Essen

Bereits 2016 war Professor Dr. Hans-Christoph Diener als einer der Spitzenverdiener aus der Transparenzliste bereit, über individuelle Veröffentlichungen und die Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie zu sprechen. Das Interview aus dem Vorjahr finden Sie hier.
Auch 2017 hat er seine Daten wieder veröffentlicht und sich auch dieses Jahr wieder mit dem FSA darüber gesprochen:

Sie haben sich bereits zum zweiten Mal für die Offenlegung Ihrer Daten im Rahmen des Transparenzkodex entschieden. Warum?

Alle Einnahmen, die ich im Rahmen von klinischen Studien und Beratungstätigkeiten erziele, sind durch Verträge abgedeckt, die von der Rechtsabteilung und Personalabteilung des Universitätsklinikums Essen überprüft wurden. Ich habe daher nichts zu verbergen. Da ich seit eineinhalb Jahren nicht mehr ärztlich tätig bin, sehe ich auch keinen Interessenkonflikt.
Auch die Veröffentlichung von Bezahlungen aus der Pharmaindustrie an Ärzte stellt keinen Interessenkonflikt dar. Die Leitung oder Teilnahme an großen klinischen Studien, die dem Wirkungsnachweis von Medikamenten dienen, stellen einen Interessenkonflikt dar. Dieser wird dadurch umgangen, dass man keinen direkten Einfluss auf die Verordnung von Medikamenten in der eigenen Klinik nimmt, sondern darauf hinweist, dass sich die medikamentöse Therapie an gültigen Leitlinien - hier die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie - orientieren muss.

Wie sind die Reaktionen ausgefallen? Haben sie sich zum Vorjahr verändert?

In diesem Jahr sind keine Reaktionen aufgetreten.

Die Zustimmungsquote der Ärzte ist mit der zweiten Veröffentlichung etwas zurückgegangen. Können Sie die Kollegen verstehen?

Ich kann einige Kollegen verstehen, die im letzten Jahr in die Kritik geraten sind. Es geht in den meisten Fällen nicht um die unterstellten sogenannter Anwendungsbeobachtungen, sondern es geht um randomisierte Studien, die der Zulassung eines Medikamentes und zuvor des Wirksamkeitsnachweises dienen.

Wie stehen Sie zu der Forderung nach einer gesetzlichen Lösung?

Ich favorisiere weiterhin die freiwillige Meldung.

Der FSA

Umfassende Informationen über die „Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e. V.“ (FSA) finden Sie unter

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